
Keine Lust auf Post vom Anwalt? Verständlich.
Nach dem Lesen dieses Artikels wirst du nachts ruhiger schlafen – versprochen.
Denn das Schreckgespenst „Abmahnung“ ist für viele Mamas der Grund, warum der Etsy-Shop gar nicht erst online geht. Zu groß die Angst vor Anwälten, Paragrafen und Kosten.
Die gute Nachricht: Du brauchst kein Jura-Studium und auch keine Panikattacken. Mit ein paar simplen Basics kannst du dich rechtlich absichern – und Abmahnungen elegant vermeiden. Und nein, das ist kein Hexenwerk. Eher wie der Sicherheitsgurt im Auto: nervt kurz, aber rettet dir im Zweifel den Hintern.
1.Impressum – Pflicht, nicht Kür
Das Impressum ist wie der Sicherheitsgurt im Auto: nervig, aber unverzichtbar.
Ohne Impressum oder mit falschen Angaben lädst du praktisch alle Abmahnanwälte dieser Welt zu dir nach Hause ein.
- Jeder Etsy-Shop braucht ein Impressum – auch Nebenbei-Shops.
- Deine echten Kontaktdaten gehören da rein, kein Fake.
- Generatoren wie e-recht24, oder IT-Rechtskanzlei machen es dir leicht.
Merke dir: Kein Impressum = Abmahnung auf Bestellung.
2.Datenschutzerklärung – DSGVO lässt grüßen
Das Wort DSGVO löst bei vielen schon Schweißausbrüche aus. Aber so wild ist es nicht.
Etsy-Shops brauchen auch eine Datenschutzerklärung. Warum? Weil du mit Kundendaten arbeitest – und das ist in Europa streng geregelt.
- Eine Datenschutzerklärung muss u. a. Infos zu Cookies, Zahlungsanbietern und Tracking enthalten.
- Texte einfach kopieren → Fehler! Das ist selbst abmahnfähig.
Meine Lösung (kein Affiliate, einfach meine Empfehlung):
Ich nutze die IT-Recht Kanzlei für meine Rechtstexte. Kostet mich gerade mal 7 € im Monat, und dafür sind Impressum, Datenschutzerklärung, Widerruf & Co. immer aktuell und automatisch an Gesetzesänderungen angepasst. Ehrlich? Besser investierte 7 € gibt’s nicht.
3.AGB – brauchst du die wirklich?
Etsy bringt eigene AGB mit, aber:
- Eigene AGB geben dir zusätzlichen Schutz, z. B. bei Rücksendungen.
- Ohne eigene AGB gilt das Gesetz – und das ist oft kundenfreundlicher als dir lieb ist.
Auch hier gilt: Besser mit professionellen Vorlagen arbeiten als mit Copy-Paste. Ich hab’s mir auch hier leicht gemacht: wieder IT-Recht Kanzlei. Fertig.
4.Urheberrecht – Finger weg von Copy-Paste
Die Versuchung ist groß: Ein schöner Spruch von Pinterest, ein Bild von Google, ein Disney-Logo… „Ach, merkt ja keiner.“ Doch. Früher oder später merkt’s jemand. Und dann wird’s teuer.
- Alles, was du nicht selbst erstellt hast, darfst du nicht einfach verwenden.
- Auch Fonts (Schriften!) können geschützt sein.
- Deine Designs müssen deine sein – oder du musst die Nutzungsrechte haben.
Tipp: Nutze lizenzfreie Plattformen wie Unsplash oder Freepik (achte auf die Lizenzbedingungen). Oder gestalte selbst mit Canva – dort sind die Pro-Elemente für kommerzielle Nutzung freigegeben.
5.Markenrecht – die fiese Falle
Hier stolpern die meisten. Denn geschützt sind nicht nur Logos oder Markennamen wie „Nike“ oder „Disney“. Auch scheinbar harmlose Begriffe können markenrechtlich geschützt sein.
Beispiele:
- „Boy Mom“ – in den USA geschützt, Abmahnfalle.
- „Bride Squad / Team Bride“ – beliebt, aber abgemahnt.
- „Mensch ärgere dich nicht“ – markenrechtlich geschützt.
- „In my era / My era“ – absoluter TikTok-Hype, rechtlich brandgefährlich.
- „Boss Babe“, „Self Love Club“, „Good vibes only“ – klingt nach Pinterest-Motto, ist aber oft geschützt.
Und auch wenn z. B. „Dog Mom“ aktuell (noch) nicht generell geschützt ist: Es gibt einzelne Eintragungen für bestimmte Produktklassen. Verkauft jemand Tassen mit „Dog Mom“ und hat den Begriff schützen lassen, bist du mit deinen Shirts oder Kissen sofort dran.
Nizza-Klassen – der entscheidende Haken
Ein Begriff ist nicht automatisch „überall“ geschützt. Marken werden in sogenannten Nizza-Klassen eingetragen – das sind Kategorien wie:
- Klasse 25 = Bekleidung
- Klasse 21 = Haushaltswaren (z. B. Tassen, Gläser)
- Klasse 16 = Papierwaren (z. B. Planner, Notizbücher)
Wenn jemand also „Boy Mom“ in Klasse 25 (Kleidung) eingetragen hat, darfst du es nicht auf Shirts drucken – aber vielleicht wäre ein Planner in Klasse 16 rechtlich okay.
ABER: Das ist genau der Trick → du musst immer checken, in welcher Nizza-Klasse der Begriff geschützt ist.
Tipp:
Wenn deine Produktkategorie dabei ist → Finger weg.
Im DPMA Markenregister (Deutschland) oder USPTO (USA) nach dem Begriff suchen.
Dort steht nicht nur ob er geschützt ist, sondern auch in welcher Nizza-Klasse.
Wichtig: Titel & Tags zählen auch!
Selbst wenn du den Begriff nicht auf dein Produkt druckst, darfst du ihn nicht im Etsy-Titel, in der Beschreibung oder in den Tags verwenden.
Warum? Weil du damit den geschützten Begriff trotzdem kommerziell nutzt – und das fällt auch unter Markenverletzung.
Beispiel:
- Shirt mit dem Aufdruck „Proud Mom“.
- Titel im Etsy-Shop: „Boy Mom Shirt – Geschenkidee“.
Ergebnis: abmahnfähig, obwohl der Spruch gar nicht auf dem Design steht.
Merke dir:
- Schutz gilt für Design + Titel + Beschreibung + Tags.
- Immer die richtige Nizza-Klasse prüfen.
- Lieber eigene Sprüche kreieren – weniger Risiko, mehr Originalität.
6.Umsatzsteuer-ID & Finanzamt – Etsy will’s wissen
Viele wissen es nicht: Etsy sperrt dich, wenn du keine Steuer-ID angibst.
- Steuernummer gibt’s nach der Gewerbeanmeldung beim Finanzamt.
- Wenn du Kleinunternehmerregelung nutzt, musst du (erst mal) keine Umsatzsteuer abführen.
- Wenn nicht → Umsatzsteuer-Voranmeldung, meist quartalsweise.
Tipp: Keine Panik vorm Finanzamt. Die sind in den meisten Fällen sehr hilfsbereit und beantworten dir alles telefonisch.
7.Rechtstexte aktuell halten
Gesetze ändern sich. DSGVO, Verpackungsverordnung, neue EU-Richtlinien – da kann man nicht hinterherkommen.
Mein persönlicher Gamechanger: IT-Recht Kanzlei.
Für 7 € im Monat bekomme ich automatisch aktuelle Texte. Ich muss nichts selbst anpassen, keine News verfolgen, kein Risiko eingehen. Für mich ist das wie ein rechtlicher Airbag.
8.GPSR – die neue Produktsicherheitsverordnung in der EU
Keine Panik, GPSR ist kein neues Kryptogeld, sondern steht für General Product Safety Regulation – die Allgemeine Produktsicherheitsverordnung der EU. Klingt erstmal trocken wie Knäckebrot ohne Belag, ist aber wichtig, wenn du auf Etsy verkaufst.
Seit 2024 gilt die GPSR und bringt neue Pflichten für alle Händler:innen, auch für kleine Etsy-Shops. Ziel: Kund:innen sollen sicher sein – egal ob sie bei Amazon, Etsy oder Tante Hilde ums Eck kaufen.
Was heißt das für dich als Etsy-Mama?
Kurz: Deine Produkte müssen sicher sein. Und du musst es sichtbar machen.
Das bedeutet:
- Angaben zum Hersteller → Dein Name oder der deines POD-Anbieters.
- Kontaktinfos → damit Käufer:innen wissen, wer verantwortlich ist.
- Materialangaben & Sicherheitshinweise → z. B. bei Textilien („100 % Baumwolle“), bei Kindersachen („Nicht für Kinder unter 3 Jahren geeignet“).
- Rückverfolgbarkeit → bei bestimmten Produkten (z. B. Spielzeug) können auch Chargennummern oder Konformitätserklärungen Pflicht sein.
POD & Etsy – wie gehst du damit um?
- Bei Print-on-Demand (Shirts, Tassen, Poster) bist du fein raus, weil die meisten Anbieter wie Printful, Shirtee, Spreadshirt die Sicherheitsinfos schon haben.
- Du solltest diese Infos aber in deinen Listings erwähnen (Material, Pflegehinweise etc.).
- Bei Kindersachen (z. B. Babybodys) immer extra aufmerksam sein – hier sind die Vorgaben strenger.
Was passiert, wenn du’s ignorierst?
- Etsy kann Listings sperren.
- Schlimmstenfalls droht eine Abmahnung wegen fehlender Angaben.
- Aber keine Sorge: Mit klaren Produktinfos bist du safe.
Tipp aus der Praxis:
Hol dir die Sicherheitsinfos bei deinem Anbieter (z. B. Printify FAQ → „Produktinformationen“). Übernimm die Angaben in deine Etsy-Produktbeschreibung. Dann bist du auf der sicheren Seite.

Fazit – Sicherheit statt Panik
Eine Abmahnung ist kein Weltuntergang, aber teuer und nervig.
Mit Impressum, Datenschutz, AGB und Urheberrecht bist du schon sehr gut abgesichert. Markenrecht ist tricky – aber wenn du trendige Begriffe und geschützte Wörter meidest, bist du auf der sicheren Seite.
Und das Wichtigste: Dein Etsy-Shop soll dir Freude machen, kein schlafloses Dauerthema sein. Mit ein bisschen Basiswissen und Tools wie der IT-Recht Kanzlei holst du dir die Sicherheit ins Boot, die du brauchst.
Dein Shop. Deine Regeln. Deine Sicherheit. Und kein Paragrafenchaos.
