
Wenn du dir überlegst, mit Print-on-Demand (POD) durchzustarten, stehst du früher oder später vor genau dieser Frage: Amazon Merch oder Etsy? Beide Plattformen haben ihre Reize – und ihre Stolperfallen. Ich habe beides genau unter die Lupe genommen und verrate dir, warum mein Herz (und mein Business) letztlich für Etsy schlägt.
Was ist überhaupt Amazon Merch?
Amazon Merch – oder inzwischen Merch by Amazon – ist das hauseigene POD-Programm von Amazon. Du lädst dein Design hoch, wählst ein Produkt (z. B. T-Shirt), legst den Preis fest – und das war’s. Amazon kümmert sich um Druck, Versand, Kundenservice. Klingt verlockend, oder?
Aber Achtung: Amazon entscheidet, ob du überhaupt mitspielen darfst. Du musst dich bewerben – und nicht jeder wird genommen. Und selbst wenn du drin bist, darfst du anfangs nur ein paar Produkte hochladen. Hochskalieren dauert. Und: Deine Designs müssen durch die Amazon-Zensur. Da fliegt schneller was raus, als du „Trendy Nische“ sagen kannst.
Etsy POD – was steckt dahinter?
Bei Etsy bist du selbst der Boss. Du meldest deinen Shop an, verknüpfst ihn mit einem POD-Anbieter wie Printful, Gelato oder Printify, erstellst deine Produkte – und los geht’s. Klingt nach mehr Arbeit? Ist es auch. Dafür hast du viel mehr Freiheiten. Du kannst dein Branding selbst aufbauen, Preise flexibel gestalten und vor allem: Du baust dir ein echtes, langfristiges Business auf – mit wiederkehrenden Käufern.
Vorteile Amazon Merch
- Riesige Reichweite durch Amazon
- Keine Startkosten
- Amazon regelt alles (Versand, Support etc.)
- Schneller Einstieg ohne viel Technikwissen
Nachteile Amazon Merch
- Du musst dich bewerben und kannst abgelehnt werden
- Eingeschränkte Designanzahl zu Beginn
- Wenig Kontrolle über Produktseite und Branding
- Amazon entscheidet, was bleibt – was rausfliegt
Vorteile Etsy POD
- Volle Kontrolle über dein Branding & Design
- Keine Bewerbung nötig – jeder darf mitmachen
- Viele POD-Anbieter möglich (Printify, Gelato etc.)
- Ideal kombinierbar mit Pinterest, Social Media & Blog
Nachteile Etsy POD
- Startkosten (z. B. 0,20 € pro Produkt)
- Du bist für alles selbst verantwortlich (SEO, Kundenservice)
- Etsy liebt keine KI-Mockups – du brauchst hochwertige Bilder
- Tools wie Everbee oder eRank kosten Geld
- Etsy kann auch Shops sperren
Warum ich mich für Etsy entschieden habe
Ganz ehrlich? Ich liebe es, die Kontrolle zu haben. Ich will mein Branding selbst gestalten, meine Zielgruppe direkt ansprechen und nicht auf gut Glück warten, ob Amazon mich „nimmt“. Und ja, Etsy ist mehr Arbeit. Du brauchst ein gutes Auge für Trends, musst SEO können, ansprechende Produktseiten bauen und die richtigen Mockups nutzen – aber dafür baust du dir etwas Eigenes auf.
Außerdem lässt sich Etsy perfekt mit Pinterest kombinieren. Genau mein Ding.

Fazit: Was passt besser zu dir?
Wenn du ganz easy ein paar T-Shirts verkaufen willst und keinen Nerv auf Kundenservice hast, könnte Amazon Merch ein guter Start sein. Willst du aber wirklich langfristig ein kreatives, skalierbares Business aufbauen – und hast Lust, dich reinzufuchsen – dann ist Etsy dein Spielfeld.
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