Amazon FBA: Die (nicht ganz so) einfache Wahrheit übers Geldverdienen mit eigenen Produkten

Du willst endlich dein eigenes Business starten, am besten mit etwas, das auch wirklich Potenzial hat? Amazon FBA klingt verlockend – eigenes Produkt, fette Reichweite, kein Versandstress. Aber bevor du jetzt voller Euphorie loslegst und „Yoga-Flaschen für linkshändige Mamas“ bestellst: Lies das hier.

Denn Amazon FBA ist kein Nebenbei-Hobby, sondern ein Business. Und das will mit Köpfchen gestartet werden.

Was ist Amazon FBA überhaupt?

FBA heißt „Fulfillment by Amazon“. Du schickst deine Produkte an ein Amazon-Lager, Amazon kümmert sich um Lagerung, Versand, Kundenservice – und du konzentrierst dich auf den Rest: Produktidee, Hersteller, Marketing, Steuern und die ganzen lustigen Kleinigkeiten dazwischen.

Das klingt erstmal easy. Ist es aber nicht.

Was kostet der Einstieg?

Realistisch? Unter 5.000 € kommst du nicht weit – und selbst das ist schon extrem knapp kalkuliert. Willst du ein ordentliches Produkt mit eigenem Branding und allem Drum und Dran aufziehen, plane besser 15.000 bis 25.000 € ein.

Warum so viel?
Weil du folgendes brauchst:

  • Produktion (z. B. 500–1000 Stück Mindestabnahme)
  • Versandkosten (oft aus China über Alibaba o. Ä.)
  • Zoll + Steuern
  • Logo, Verpackung, Design
  • Amazon-Gebühren & Tools
  • Marketingbudget (du willst ja nicht untergehen im Ranking)

Konkurrenz = groß. Deine Chance? Einzigartigkeit.

Amazon ist kein unberührter Spielplatz. Du konkurrierst mit großen Marken, Billig-Anbietern und Leuten, die das Spiel seit Jahren spielen.
Deine Aufgabe: Rausstechen.

Nimm dir Bestseller deiner Nische vor und frag dich:

  • Was stört die Leute laut Bewertungen?
  • Was fehlt?
  • Was kannst du besser machen?

Das ist dein Einstiegspunkt für ein gutes Private Label.

Hersteller finden: Alibaba & Co.

Die meisten starten über Alibaba, aber auch Aliexpress, 1688.com (chinesisch, aber günstiger) oder Globalsources sind möglich.
Wichtig: Du kannst mit Herstellern (fast) alles verhandeln – Mindestmengen, Branding, Verpackung. Trau dich.

Und: Unbedingt Samples anfordern! Billig ist am Ende oft teuer.

Lagerkosten & Amazon-Gebühren

Amazon lagert dein Produkt – aber nicht gratis. Du zahlst:

  • Lagergebühren (nach Volumen & Saison)
  • Verkaufsprovision (ca. 15 %)
  • Versandkosten (FBA-Gebühren)
  • ggf. Langzeitlagergebühren, wenn dein Produkt sich nicht dreht

Plus: Amazon kann dich auch mal schnell sperren – ohne Vorwarnung. Stichwort: Backup-Strategien.

Steuern & Bürokratie

Ja, das kommt auch noch:

  • Umsatzsteuer (vor allem bei Importen!)
  • Gewerbeanmeldung
  • EORI-Nummer fürs Zollverfahren
  • Steuerberater (empfohlen)

Das Ganze ist definitiv kein 3-Klick-System. Aber: Wer sich reinkniet, kann richtig aufbauen.

Nischen finden: So geht’s clever

Du brauchst keine Erleuchtung – nur ein gutes System:

  1. Geh auf Amazon Bestseller → Unterkategorie deiner Wahl
  2. Such Produkte mit 100–300 Bewertungen
  3. Lies die 1-Stern-Bewertungen
  4. Frag dich: Wie kann ich das besser machen?
  5. Check die Nachfrage z. B. mit Helium10 oder JungleScout

Das ist keine Magie – nur ehrliche Recherche.

Fazit: Amazon FBA kann sich lohnen – wenn du’s ernst meinst

Wenn du ein solides Startkapital hast, Lust auf Zahlen, Tools, Herstellerkontakt und Produktverbesserung – dann ist FBA eine echte Option. Die Reichweite auf Amazon ist gigantisch. Viele suchen gar nicht mehr über Google, sondern nur noch direkt bei Amazon.

Aber ohne Strategie, Kapital und gutes Produkt gehst du unter. Mach’s besser – mach’s mit Plan.

Wenn du dir noch unsicher bist, starte erstmal kleiner. Und wenn du ein Modell suchst, bei dem du mit weniger Kapital starten kannst, dann schau dir z. B. Print-on-Demand oder Freelancing an – darüber schreibe ich auch auf diesem Blog.

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